Kalter Kaffee
Aus meiner Neigung zu exzessivem Frappe-Genuss mache ich ja keinen Hehl. Dennoch ist ein bisschen Abwechslung ganz gut, und daher habe ich in den letzten Wochen Gefallen an einer vereinfachten Form des Freddoccino gefunden:
- ein doppelter, schön starker Espresso bzw. eine Tasse frischer Kaffee in Espressostärke
- gesüßt mit zwei TL Zucker
- schwungvoll in ein Glas mit gestoßenem Eis eingebracht
- und mit kalter Milch ergänzt
Definitionsgemäß ist das wohl ein Cafe latte freddo. Wenn man sich die Mühe macht, Milchschaum zu erzeugen, ist es ein Cappuccino freddo. Und wenn das ganze im Mixer bearbeitet und ggf. mit Schoko- oder sonstigem Sirup ergänzt wird, ist es ein Freddoccino. In jedem Fall schmeckt und wirkt der Freddo-was-auch-immer genauso wie ein Frappe, basiert aber nunmal auf gutem Kaffee und keinem löslichen Instantpulver. Eigentlich nicht verkehrt.
Aber je mehr man sich mit den kalten Kaffees beschäftigt, desto mehr Fragen stellen sich:
- Warum bekommt man diesen Sommer in vielen Cafes in Milos statt Freddoccino einen “Freddito” angeboten?
- Warum ist dieser Freddito eine weiße, schaumige Substanz mit Kekskrümeln, die nichts mit dem Markenprodukt von illy zu tun hat, das doch einem Freddoccino nicht unähnlich sein sollte?
- Warum bietet fast jedes griechische Cafe hausgemachten Freddoccino an, obwohl es sich dabei um eine in Griechenland geschützte Marke von Nestlé handelt?
- Und warum um alles in der Welt gibt es Freddoccino in Deutschland als Fertiggetränk von Tchibo, obwohl der Markenname Starbucks gehört, deren Äquivalent jedoch Frappuccino heißt???

Espresso zapfen

Süßen und auf Eis gießen

Fertiger Freddolatticcino

